Jörg Plickat – Maler und Bildhauer

Geb. 1954 in Hamburg (hier ganz links im Bild), 1980 Diplom als Bildhauer an der Muthesius-Hochschule in Kiel, schuf über 50 Arbeiten in öffentlichen Räumen und Kirchen u.a. in Deutschland, Italien, Spanien und Japan. Spezialisiert auf Großskulpturen in Stein und Metall.

Abgeleitet von der mittelalterlichen Schutztechnik, Stadt und Kirchentore mit Eisenplatten zu vernageln, hat der Kieler Bildhauer Jörg Plickat für das Vorgebäude, – weltweit einmalig – eine thermisch bewegliche genagelte Stahlfassade (aus Cortenstahl) mit starken handwerklichen Duktus erarbeitet.

(Foto: Robert Heuer) „Der Stahl hat zwei Bedeutungen: Einmal Schutz – die Kemenaten dienten schließlich früher als Schutzräume - und Vergänglichkeit. Zwar rostet Cortenstahl durch bestimmte Zusätze langsamer, aber auch er verfällt mit der Zeit.“

http://www.plickat.de


Jörg Plickat beim Goethe Institut.


Warum hat ein Hamburger schon bei Olympia gewonnen?

Nach einem zweijährigen Auswahlverfahren wurden im September 25 von 3.500 künstlerische Arbeiten für den neuen Olympiapark Peking ausgewählt. Der Hamburger Künstler Jörg Plickat gewann für Deutschland. Zu seiner Skulptur erzählt er: "Die aus 20 Tonnen weißem Marmor fertiggestellte Skulptur zeigt die Weltkugel als fragmentarisches Gefüge mit kubischen Elementen, die die unterschiedlichen Systeme auf der Welt darstellen sollen. Der olympische Gedanke der "temporär vereinigten Länder" wird durch den Rahmen, der die einzelnen Weltteile zusammenhält, symbolisiert. Und daraus ergibt sich die eckige Form. Im Frühjahr 2008 wird sie im Olympiapark ausgestellt." sek


Der Künstler Jörg Plickat erscheint als einer der nennenswerten Vertreter Deutschlands in der zeitgenössischen Skulptur in der aktualisierten Online-Publikation des deutschen Goetheinstitutes zur „Skulptur in Deutschland“.