
Vorderhaus mit Kemenate um 1250
1250 – Heinrich der Löwe ist gerade mal 55 Jahre tot, die St. Martini Kirche steht erst seit 20 Jahren. Nur einen Steinwurf entfernt wird im Jahre 1250 ein unscheinbarer Mauersteinbau errichtet, das wohl älteste weltliche Gebäude Braunschweigs:
Eine Kemenate aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, versteckt hinter der Jakobskapelle, dem Gemeindehaus von St. Martini und der Deutschen Bank.
Die Jakob-Kemenate stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Kemenaten dienten im Mittelalter als Fluchtpunkte vor Feuer und Überfällen, aber auch als Repräsentations-, Speicher- und Wohnbauten.

Drilingsfenster mit Dreipaßbogenstürzen und eingestellten Kelchkapitellen als älteste Bestandteile aus der spätromanischen Bauphase des 13 Jahrhunderts
Die Jakob-Kemenate, die heute versteckt hinter der Jakobskapelle, dem Gemeindehaus von St. Martini und der Deutschen Bank am Eiermarkt 3 liegt, wurde im 18.

(Gemälde, A.O.Koeppen Leyhaus 1765)
Jahrhundert zur ersten „Bank“ Deutschlands ausgebaut: Im Jahre 1765 gründete Herzog Karl I. hier das Herzogliche Leyhaus, erstes Bodenkreditinstitut in Deutschland und Vorläufer der Nord/LB.
In einer Grundrissdarstellung der Stadt Braunschweig aus dem Jahre 1798 von Culemann, die auf die Vermessung durch Haacke in den Jahren 1750 - 1762 zurückgeht, stellt sich die Situation um das Leihhaus so dar:

Der große Luftangriff auf Braunschweig im Oktober 1944 beschädigte auch die Kemenate und die Jakobskapelle schwer. Übrig blieb eine Ruine, die - mit einem Notdach versehen - jahrzehntelang in einen Dornröschen-Schlaf versank. Erst jetzt, rund 60 Jahre später, erwacht die Jakob-Kemenate als Begegnungszentrum zu neuem Leben.

Kemenate nach 1945
Den grossen Luftangriff auf Braunschweig 1944 überlebte in der Jakobstrasse nur die Kemenate und die Jakobkapelle als Ruine. Mit einem Notdach versehen, versank die Kemenate in einen 60jährigen Dornröschenschlaf, aus dem sie der Architekt Rainer Ottinger (O.M. Architekten) erweckte.

Kemenate 2006
Restauriert und erweitert ist im Zusammenspiel zwischen Baudenkmal, zeitgenössischer Architektur und moderner Kunst ein Gebäude-Ensemble von einzigartiger Schönheit entstanden.
Auszug aus:




